- Green Lifestyle
Kaffee ist ein Anker.
Es ist Wochenende. Es ist morgens. Es ist furchtbar: Ich habe keinen Kaffee mehr. Wie ein losgelassener Luftballon flitze ich durch die Wohnung und suche nach meinem Lebenselixier. „Irgendwo war doch noch … Ich hatte doch … Da müsste doch im Schrank noch Espresso … Wer hat denn …?! F**k!“
Babette Lichtenford
Der Morgenkaffee – so viel mehr als ein Getränk.
Normalerweise (!) brühe ich mir noch im Pyjama und mit sehr kleinen Augen einen sehr großen Cappuccino. (Mein Favorit: der Peru-Espresso. Seine schokoladig-würzigen Aromen sind grandios.) Das Mahlen der Bohnen, das Brummen und Zischen des Siebträgers, der Duft, die Crema – das allein ist schon ein kleiner Großer-Moment für mich. Und dann der erste Schluck… Eigentlich kann dann nix mehr schiefgehen.
Das Morgen-Kaffee-Ritual ist (nicht nur für mich) ein kostbarer, nahezu meditativer Augenblick der Ruhe, des Bei-sich-Seins, bevor der ganz normale Wahnsinn beginnt. Im Prinzip eigentlich eine belanglose Angewohnheit, die uns aber gerade in turbulenten Zeiten Sicherheit gibt, weil sie signalisiert: Etwas bleibt, etwas ist konstant, ich habe die Kontrolle darüber. Und wenn das dann noch mit einem solchen multisensorischen Genuss verbunden ist wie bei meinem Peru-Espresso bzw. Cappuccino, ist meine Panik (s.o.) wohl kaum verwunderlich.
Die Tasse zum Glück.
Wusstet ihr, dass Kaffee ein natürlicher Stimmungsaufheller ist? Es gibt verschiedene Studien, die besagen, dass Menschen, die regelmäßig Kaffee trinken, ein kleineres Risiko haben, an Depressionen zu erkranken – im Gegensatz zu Nicht-Kaffee-Trinkern. Als Grund werden die Effekte von Koffein auf das Gehirn angenommen. Koffein kann hier die sogenannten Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin anregen, die für die Stimmungsregulierung eine wichtige Rolle spielen.*
- Dopamin: Das sogenannte „Glückshormon“ sorgt für Motivation und Antrieb.
- Serotonin: Verantwortlich für emotionale Stabilität und innere Ausgeglichenheit.
- Noradrenalin: Steigert die Konzentration und kognitive Leistungsfähigkeit.
- Durch die Blockade des Neurotransmitters Adenosin, der Müdigkeit signalisiert, sorgt Koffein zudem für mehr Wachheit und Energie.
Mein Tässchen Mount Hagen ist also in jeder Hinsicht ein Muntermacher.
Warum braucht man Rituale?
Routinen, Gewohnheiten und Rituale sind wie Autopiloten für das Gehirn und ersparen ihm ziemlich viel Aufwand. Man schätzt, dass ca. 30–50 % der Dinge, die wir tagtäglich tun, relativ passive, sogenannte Wiederholungshandlungen sind. Sie funktionieren wie ein Energiesparmodus, der eine Überlastung des Systems verhindert.** Soweit der biologische Teil. Reden wir über Emotionen.
Rituale vermitteln das Gefühl von Kontrolle, von Struktur und Orientierung – besonders wenn das Außen so unruhig und unsicher ist wie gerade. So wirkt das morgendliche Kaffeeritual wie ein Anker, der Stabilität verleiht und damit Stress reduziert. Man weiß einfach, dass der Lieblingskaffee morgen auch da sein wird und genauso so köstlich ist wie am Tag zuvor (wenn man nicht, wie ich, vergessen hat, welchen zu besorgen).
Aber Kaffeetrinken und die Kaffeepause haben noch eine ganz andere Komponente.
Kaffee verbindet.
„Treffen wir uns auf einen Kaffee?“ – „Lass uns das beim Kaffee besprechen.“
Kaffeetrinken ist nicht nur ein persönliches, es auch ein soziales Ritual. Der gemeinsame Kaffee inspiriert, motiviert und verbindet – ob im Büro, zu Hause oder mit Freunden und Familie. Das bewusste Teilen einen solchen Moments macht dabei nicht nur gute Laune, es stärkt auch das Zusammengehörigkeitsgefühl und die mentale Gesundheit. Insbesondere wenn man dann noch weiß, dass der Lieblingskaffee (aka mein Peru-Kaffee von Mount Hagen) aus dem Demeter-Anbau kommt und so ziemlich das Beste für Umwelt, Menschen und Natur ist.
Ein paar Tipps für dein Gute-Laune-Kaffeeritual.
- Genieß deinen Lieblingskaffee ganz bewusst: Nimm dir Zeit, statt nebenbei und im Laufen den Kaffee runterzustürzen. Achte auf sein Aroma, das Mundgefühl, die feinen Säuren.
- Mach wirklich ein Ritual daraus: Trinke dein Kaffee morgens möglichst zur gleichen Zeit und am gleichen Ort. Das verstärkt die stabilisierende Wirkung.
- Sei achtsam: Lass dich nicht ablenken – das ist DEIN Moment.
- Geteilter Kaffee ist doppelter Spaß: Verabrede dich regelmäßig mit Freunden oder Kollegen zum Kaffeetrinken – notfalls auch virtuell.
Fazit:
Wer sein Kaffeeritual pflegt und seinen Lieblingskaffee zelebriert, schafft sich sehr einfach eine wertvolle Ressource für mehr Zuversicht und Motivation – einen Anker, egal wie stürmisch das Fahrwasser gerade ist.
Wenn du noch ein bisschen mehr über die unterschiedlichen Bestandteile von Kaffee und seine gesundheitlichen Auswirkungen usw. wissen möchtest: Hier ist eine kleine Linkliste aus unserem Blog dazu.