Geschmack

Geschmack, Subst., m. Kaffee hat mehr als 800 Aromen. Für den individuell perfekten Geschmack gibt es enorm viele Faktoren, auch so seltsam klingende wie „Luftfeuchtigkeit“ (die sich auf den Mahlgrad auswirkt). Die wichtigsten sind: Qualität des Rohkaffees Art des Röstverfahrens/die Röstzeit, Röstung Lagerung (bitte nicht im Kühlschrank – wenn, dann im Gefrierfach) Mahlgrad Dosierung Wasserqualität Wasserhärte Brühtemperatur Standzeit Zubereitungsart und Ziehzeiten Und: Ihre persönliche Tagesform. Manchmal ist man eben fade drauf. Und so schmeckt dann auch schon mal der Kaffee.

Handfilter

Handfilter, Subst., m, Zubehör, um Filterkaffee aufzubrühen. Gibt es in Keramik, Porzellan oder Glas. Bei modernen Handfiltern ist die Öffnung größer als bei den allseits bekannten Filtern mit „M“ und seine Wände haben geschwungene Rillen. Sie sorgen dafür, dass das Wasser gleichmäßig durch den Kaffee sickert.

Herdkanne

Herdkanne, Subst., f, auch Espresso- oder Mokka-Express. Der achteckige Klassiker aus Italien. Kocht zwar eigentlich keinen Espresso, dazu reicht der Wasserdruck nicht (1 bar statt 9 bar), macht aber sehr leckeren Kaffee. Wichtig: fein gemahlenes (etwas gröber als für die Espressomaschine) Kaffeemehl im Siebträger nicht festdrücken, warmes oder heißes Wasser einfüllen. Und sobald die Kanne „röchelt“, runter vom Herd.

Kaffee

Kaffee, Subst., m, aus dem Arabischen: qahwa = anregendes Getränk. Ist ein (meist) heißes, schwarzes koffeinhaltiges Getränk, aus gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen, den Samen aus den Kaffeekirschen. 1614 brachen Niederländer zu einer Forschungsreise nach Aden in Jemen auf und brachten widerrechtlich ein Kaffeepflänzchen in ihre Gewalt. Es gelang ihnen, in Holland Kaffeeschößlinge zu ziehen und diese ab 1699 auf der Insel Java anzubauen. Kaffee wurde eines der beliebtesten Getränke der Welt. Übrigens: James Howell schrieb 1660: „Es ist erwiesen, dass Kaffee die Völker nüchtern macht. Während Handwerker und Kaufmannsgehilfen früher Ale, Bier und Wein als Morgentrunk genossen, sich dadurch einen dumpfen Kopf holten und zu ernsthaften Geschäften unfähig wurden, haben sie sich jetzt an diesen wach machenden Trank gewöhnt.“

Kaffeepad

Kaffeepad, Subst., n, Tassenportion (7g) gemahlener Kaffee zwischen zwei Lagen Zellstoff. Man braucht allerdings eine entsprechende Kaffeemaschine, um damit Kaffee aufzubrühen.

Kaffeepulver

Kaffeepulver, Subst., n, auch Kaffeemehl. Ist Pulver aus gerösteten Kaffeebohnen in unterschiedlicher Feinheit für unterschiedliche Kaffeezubereitungsarten: fein für Espresso, mittel für Filterkaffee. Man sollte Bohnen möglichst frisch vor dem Aufbrühen mahlen. Am besten lagert man es in lichtundurchlässigen, luftdicht verschließbaren Behältern bei konstanten Temperaturen. Sauerstoff, Fremdgerüche, Feuchtigkeit und Wärme beeinflussen die feinen Aromen von Kaffee sehr. Darum lieber öfters kleine Mengen kaufen bzw. nur so viel, wie man auch wirklich zügig verbrauchen kann. Fertig gemahlenen Kaffee am besten in 14 Tagen aufbrauchen.

Kaffeesatz

Kaffeesatz, Subst., m, Rest des Kaffeepulvers nach dem Kaffeekochen. Beliebtes Hausmittel gegen Schnecken, Ameisen, Wühlmäuse oder als Rosen-Dünger. Wird gelegentlich auch als Orakel benutzt (bei türkischem Kaffee).

Lagerung

Lagerung, Subst., f. Kaffee reagiert ziemlich ungnädig auf Luftfeuchtigkeit, Fremdgerüche, Sauerstoff, Wärme. Sie alle beeinflussen seine Aromen. Um das zu vermeiden, bewahrt man ihn am besten in einem luftdichten, lichtundurchlässigen Gefäß (Glas, Porzellan) auf. Und das bei möglichst konstanten kühlen (8–15°C) Temperaturen. Der Kühlschrank ist da nur bedingt geeignet, weil er relativ feucht ist und vor anderen Gerüchen nur so strotzt. Bohnen halten die Aromen grundsätzlich länger als Pulver, das sollte man in 14 Tagen aufbrauchen. Kaffeebohnen setzt man auch zur Geruchsneutralisierung in guten Parfümerien ein.

Langzeitröstung

Langzeitröstung, Subst. f, s. auch Trommelröstung. Besonders langsame, 10–15 Minuten dauernde Röstung bei ca. 200°C, meistens in Trommelröstern.

Mahlgrad

Mahlgrad, Subst., m, Körnigkeit des Kaffeepulvers. Ist auch ein entscheidender Faktor für die optimale Entfaltung der Aromen. Hängt von der Zubereitungsart ab. Espresso bzw. Pulver für Siebträger sollte sehr fein gemahlen sein (weil intensiver, aber sehr kurzer Wasserkontakt). Für Filterkaffee mittelfein – je nach Art der Filterung. Herdkanne: feine Mahlung Aeropress: mittelfein Handfilter: sandfein French Press: griesfein

Enzyklopädie

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