Arabica

Arabica, Subst., m, Kaffeesorte. Neben Robusta die wichtigste Kaffeesorte: ca. 55% der Weltproduktion. Wird in Hochlagen ab mind. 900 m angebaut und ausschließlich manuell gepflegt und geerntet. Die Bohnen haben eine längliche Form mit einem meist s-förmigen Einschnitt, weniger Koffein als Robusta, dafür aber vielfältigere Aromen von Spargel bis Nuss. Arabica-Kaffees werden meistens nass aufbereitet (washed, lavado). Brasilian naturals sind die einzigen Arabicas, die tiefer angebaut und semi-washed/semi-lavado oder halbtrocken aufbereitet werden.

Blend

Blend, Subst., engl., ist die Mischung aus zwei oder mehr Rohkaffees, um einen ganz bestimmten abgerundeten Geschmack zu erreichen. Kann aus verschiedenen Kaffeesorten (Arabica und Robusta) oder einer Sorte mit unterschiedlichen Anbaugebieten bestehen. Das Gegenteil von Single Origin.

Brasilian naturals

Brasilian naturals, Subst., Rohkaffeetyp. Bezeichnet halbtrocken aufbereitete Arabicas aus Brasilien, die aber unterhalb von 800m angebaut werden.

Kaffee

Kaffee, Subst., m, aus dem Arabischen: qahwa = anregendes Getränk. Ist ein (meist) heißes, schwarzes koffeinhaltiges Getränk, aus gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen, den Samen aus den Kaffeekirschen. 1614 brachen Niederländer zu einer Forschungsreise nach Aden in Jemen auf und brachten widerrechtlich ein Kaffeepflänzchen in ihre Gewalt. Es gelang ihnen, in Holland Kaffeeschößlinge zu ziehen und diese ab 1699 auf der Insel Java anzubauen. Kaffee wurde eines der beliebtesten Getränke der Welt. Übrigens: James Howell schrieb 1660: „Es ist erwiesen, dass Kaffee die Völker nüchtern macht. Während Handwerker und Kaufmannsgehilfen früher Ale, Bier und Wein als Morgentrunk genossen, sich dadurch einen dumpfen Kopf holten und zu ernsthaften Geschäften unfähig wurden, haben sie sich jetzt an diesen wach machenden Trank gewöhnt.“

Kaffeebohne

Kaffeebohne, Subst., f, ist gar keine Bohne, sondern der (halbe) Samen (Kern) der Kaffeekirsche, der Frucht der Kaffeepflanze.

Kaffeesorte

Kaffeesorte, Subst., f. Da Kaffee eine Pflanzengattung ist, gibt es eine Menge Kaffeesorten. Die wichtigsten sind Coffea arabica oder Arabica. Coffea canephora oder Robusta genannt. Und Coffea liberica, kurz Liberica. Letztere ist, wirtschaftlich gesehen, nicht so wichtig wie Arabica oder Robusta.

Kopi Luwak

Kopi Luwak, Subst., m, auch Katzenkaffee oder Coffee Alamid. Kaffee-Rarität: Wird aus den von der Schleichkatze (Luwak) gefressenen Kirschen und wieder ausgeschiedenen Bohnen hergestellt. Sie werden gesammelt, aufwendig gewaschen und gesäubert. Kopi Luwak hat wenig Säure, eine leicht holzige Würze und im Abgang einen leichten Kakaogeschmack, der an Zartbitterschokolade erinnert – allerdings hängt es ganz davon ab, welchen Kaffee die Schleichkatze gefressen hat. Kommt aus Indonesien bzw. Vietnam (hier auch Versuche mit synthetischen Enzymlösungen). Wird in Europa zu extremen Preisen von 220 Euro/kg gerösteter Bohnen gehandelt. Was dazu führt, dass die Katzen inzwischen in Käfigen gehalten und mit Kaffee-Extrakten gefüttert werden.

Liberica

Liberica, Subst. m, Kaffeesorte. Pflanze ist sehr widerstandsfähig und braucht wenig Wasser. Wird in Malaysia angebaut. Die Bohnen sind groß, länglich, hart, enthalten wenig Zucker und rel. viel Koffein. Wird wie Robusta für Kaffeemischungen/Blends eingesetzt. Pur wird er kaum getrunken, erinnert dann eher an einen bitteren Gewürzaufguss als an Kaffee.

Maragogype

Maragogype, Subst., f, Kaffeesorte, auch „Elefantenbohnen“. Bezeichnet die Größe, Maragogype sind teilweise doppelt so groß wie „normale“ Kaffeebohnen.

Mild

Mild, Adj., Geschmacksbeschreibung und Bezeichnung für Bekömmlichkeit. Ein Espresso kann somit zwar mild sein, weil er durch seine Röstung wenig Cholorogensäuren hat – gleichzeitig aber auch kräftig im Geschmack. Milder Kaffee ist aber kein Schonkaffee.

Enzyklopädie

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