HG

HG, Abkürzung für „High Grown“. Qualitätsmerkmal. Kaffee, der auf einer Anbauhöhe ab 1200m angepflanzt wird.

Industriekaffee

Industriekaffee, Subst., m, bezeichnet Kaffee, der in sehr großen Mengen, auf großen Plantagen in Monokulturen angebaut und per Stripping geerntet wird. Bio- und Fairtrade-Standards werden i. d. R. nicht erfüllt. Auch bei der Verarbeitung ist Wirtschaftlichkeit am wichtigsten: Schnelltrocknung und Röstung in 2–5 Minuten. Wird meist in Supermärkten und Discountern verkauft. S. auch Industrie-Röstung. Das Gegenteil ist Bio-Kaffee.

Joachim Bauck

Joachim Bauck, Demeter-Pionier und Galionsfigur des „Bauckhof“. Unermüdlicher Kämpfer für die biodynamische Bewegung, war er in unterschiedlichsten Gremien engagiert – unter anderem im Vorstand von Demeter-Bund, Demeter International, Bundesverband ökologischer Lebensmittel (BÖLW) sowie der Bäuerlichen Gesellschaft Nordwestdeutschland. War Ehrenpräsident von Demeter Polska und Initiator der dortigen Demeter-Entwicklung. Bekam 2002 den „Förderpreis Ökologischer Landbau“ und wurde später in das Auswahlgremium berufen. 2009 polnische Verdienstmedaille für seine besonderen Verdienste um die Verbreitung der ökologischen Landwirtschaft. Als ausgewiesener Experte und Querdenker konnte er seine Begeisterung für Öko enorm interessant und eigenwillig vermitteln. Großer Unterstützer von Mount Hagen Biokaffee. Leider 2009 verstorben. www.bauckhof.de

Kaffee

Kaffee, Subst., m, aus dem Arabischen: qahwa = anregendes Getränk. Ist ein (meist) heißes, schwarzes koffeinhaltiges Getränk, aus gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen, den Samen aus den Kaffeekirschen. 1614 brachen Niederländer zu einer Forschungsreise nach Aden in Jemen auf und brachten widerrechtlich ein Kaffeepflänzchen in ihre Gewalt. Es gelang ihnen, in Holland Kaffeeschößlinge zu ziehen und diese ab 1699 auf der Insel Java anzubauen. Kaffee wurde eines der beliebtesten Getränke der Welt. Übrigens: James Howell schrieb 1660: „Es ist erwiesen, dass Kaffee die Völker nüchtern macht. Während Handwerker und Kaufmannsgehilfen früher Ale, Bier und Wein als Morgentrunk genossen, sich dadurch einen dumpfen Kopf holten und zu ernsthaften Geschäften unfähig wurden, haben sie sich jetzt an diesen wach machenden Trank gewöhnt.“

Kaffeebohne

Kaffeebohne, Subst., f, ist gar keine Bohne, sondern der (halbe) Samen (Kern) der Kaffeekirsche, der Frucht der Kaffeepflanze.

Kaffeegarten

Kaffeegarten, Subst., m, kein Synonym für Café und Co., sondern eine kleine Kaffeeanpflanzung von 10–30 Sträuchern mit Schattenbäumen und Nutzpflanzen und -tieren. Oft an Hängen gelegen und im natürlichen Mischwald (Waldkaffeegärten). In der Regel wird hier Kaffee ökologisch angebaut, ohne Pestizide und synthetische Dünger.

Kaffeekirsche

Kaffeekirsche, Subst., f, Früchte der immergrünen Kaffeepflanze (könnte bis zu 18m hoch werden, wird auf max. 3m gestutzt). Sie reifen bei unseren Arabicas bis zu zehn Monate, geerntet werden nur die reifen, roten Kirschen. Unreif sind sie grün bis gelb und haben kaum Aroma. Überreife, schwarze Kaffeekirschen bzw. ihre Bohnen schmecken faulig. Die Kaffeebohnen sind die beiden Samen der Kaffeekirsche. Auf allen Kaffeeplantagen zusammen wachsen schätzungsweise 15 Milliarden Kaffeebäume.

Koka

Koka, Subst., m, Strauch, auch Coca. Wächst an den Osthängen der Anden von Peru, Bolivien bis Kolumbien zwischen 300 und 2000m Höhe. Rohstoff des Kokains (Cocain). „Mate de Coca“ ist in den Andenregionen Nationalgetränk. Es gibt es ihn, fertig in Teebeutel abgepackt, in vielen Supermärkten. Da die Teemischung Pflanzenteile der Coca-Pflanze enthält, unterliegt diese dem deutschen Betäubungsmittelgesetz, weshalb allein der Besitz oder die Einfuhr der Teebeutel strafbar ist. Es gab/gibt eine Reihe von Antidrogenprogrammen, die aber nicht den Anbau verhindern. Allerdings ist es uns gelungen, etliche Kleinbauern davon zu überzeugen, dass biologischer Kaffeeanbau langfristig lohnender ist.

Nasse Aufbereitung

Nasse Aufbereitung, Subst., f, auch washed oder lavado. Verarbeitungsmethode für Kaffee. Die vorsortierten Kirschen werden entpulpt (vom Fruchtfleisch befreit) und dann für 12 bis 36 Stunden in einem Wasserbecken gelagert. Dort fermentieren die Fruchtfleischreste nebst Pektin-Schicht („Mucilage“) und können so vom Pergament-Kaffee gelöst werden. Danach wird der Kaffee noch einmal gewaschen, um eventuelle Fruchtfleischreste abzuspülen. Arabicas werden fast immer nass aufbereitet, da ihre Aromen sich hier besonders gut entwickeln können. Anschließend werden die Bohnen dann auf ca. 11,5% Feuchtigkeit heruntergetrocknet. Das geschieht bei unseren Arabicas auf Drying Beds in der Sonne und nicht maschinell.

Enzyklopädie

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